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CoHaus München
 
 

Wie alles anfing - wie es weiter geht!

Der Anfang von allem
Anlass zur Gründung der WOGENO im Jahr 1993 war weder ein konkretes Hausprojekt noch die Zugehörigkeit zu einer Berufsgruppe oder einer politischen oder geistigen Strömung. Die Gründungsmitglieder der WOGENO trafen sich mit dem gemeinsamen Wunsch, in einer Stadt wie München, die von zunehmendem Existenzkampf auf dem wohn- und sozialpolitischen Feld geprägt ist, wieder neue Zeichen zu setzen und konkrete solidarische Alternativen zu Vereinzelung, Shareholdervalue und sozialer Erosion zu entwickeln.

Wohnpolitische Kompetenz
Seit der Eintragung in das Genossenschaftsregister im Jahr 1994 ist die WOGENO aus der wohnpolitischen Diskussion Münchens nicht mehr wegzudenken. Das hohe Maß an solidarischer Initiative hat Ausstrahlungen in viele Bereiche des städtischen Lebens. Als ersten Erfolg unserer wohnpolitischen intensiven Diskussionsarbeit werten wir z.B. die 1994 neuerlich politisch propagierte Vergabe von Erbbaurechten an Genossenschaften. Leider nimmt die Stadt zwischenzeitlich wieder Abstand von diesem u.E. sehr sinnvollen kommunalpolitischen Steuerungsinstrument. Als weiterer Erfolg kann der Beschluß des Stadtrates zur Wiederverkaufspraxis von Wohnhäusern angsehen werden, die von der Stadt in Ausübung des Vorkaufsrechts erworben wurden. Im Zuge der Reprivatisierung können Genossenschaften diese Häuser zum Verkehrswert kaufen, wenn 75 % der MieterInnen der Genossenschaft beitreten und darüberhinaus bestimmte Einkommensgrenzen eingehalten werden. Das erste Projekt dieser Art, die Häberlstr. 15,  konnten wir Mitte 2004 erwerben. Bis 2010 konnten wir 3 weitere Reprivatisierungshäuser von der Stadt kaufen und hoffen zusammen mit Mieterinnen und Mietern solcher Häuser, dass dies nicht die letzten waren. Über wohnpolitische Anregungen hinaus wird uns eine hohe Kompetenz bei der Entwicklung sozialer Netzwerke in unseren Hausprojekten zuerkannt.

Unabhängigkeit
Die WOGENO hat von Anfang an aus eigener Kraft heraus gewirtschaftet und ist bisher ohne finanzielle Zuwendungen Dritter ausgekommen. Ein hohes Maß an ehrenamtlicher Arbeitsleistungen wird - wie bisher - auch künftig erforderlich sein, um die WOGENO auf dem Weg von einer Privatinitiative zu einem leistungsfähigen Wohnungsunternehmen auszubauen.

Und künftig?
Die WOGENO wird ihr Dach über weitere selbstverwaltete Hausgemeinschaften spannen und damit die Idee des sozial vernetzten Wohnens im Rahmen genossenschaftlicher Wirtschaftsweise stärken.