Mit dem Kauf der Kidlerstr. 41 + 43 ist der WOGENO zum zweitenmal
innerhalb von 2 Jahren der Kauf eines Gebäudes aus den
Reprivatisierungsbeständen der Stadt München gelungen.

Ungewissheit herrschte bis zum Schluss, da die WOGENO am offenen
Höchstgebotsverfahren teilnehmen musste. Vor der zweiten,
entscheidenden Gebotsrunde verständigten sich MieterInnen und Vorstand
auf die mietvertraglichen Rahmenbedingungen, um die Refinanzierung des
Kaufpreises zu ermöglichen. Sorgen bereitete die Tatsache, dass sich
der Vorbesitzer unter den Konkurrenten befand. Dieser hatte im Jahre
2000 das Haus von der Vorbesitzerin erworben und sich geweigert, auf
Luxusmodernisierung und Umwandlung in Einzeleigentum zu verzichten. Die
Stadt übte daraufhin ihr Vorkaufsrecht aus. Eine erneute Veräußerung an diesen Ex-Besitzer war für die BewohnerInnen eine
Horrorvision, die glücklicherweise abgewendet wurde:
Am 6. Oktober 2005 beschloss der Stadtrat die Veräußerung
an die WOGENO aufgrund des erfolgten Höchstgebots. Die Sektkorken
knallten, dann weitete sich der Blick in die genossenschaftliche
Zukunft und Möglichkeiten. Da im Haus mehrere Wohnungen frei wurden, boten sich zunächst Optionen für die verbliebenen
BewohnerInnen: Wer will sich vergrößern, wer sich verkleinern? Wer will
weiter nach unten (z.B. wegen fehlenden Aufzugs), wer will näher zur
Sonne?
Die freiwerdenden Wohnungen standen allen
WOGENO-Mitgliedern offen und trafen auf große Nachfrage.
Am 30. November unterzeichneten wir den Kaufvertrag beim Notar. Wir
haben jetzt eine weitere lebendige Hausgemeinschaft, wieder einmal dank einiger rühriger BewohnerInnen, die beharrlich für
die Genossenschaftslösung geworben und damit einen wesentlichen Beitrag
zum Erfolg geleistet haben.